Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum ersten Spieltag

Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum ersten Spieltag

Fußball: Am 1. Spieltag der Bezirksliga 8 gab es bei den acht Begegnungen vier Unentschieden, was auf die ohnehin zu erwartende Ausgeglichenheit der Liga spricht. Zu den siegreichen Teams zählten neben TuS Hannibal und FC Roj auch der FC Overberge und der SuS Kaiserau. Erster Tabellenführer ist der TuS Hannibal, der den überraschend in die Staffel acht umgruppierten und eigentlich ebenfalls hoch gehandelten TSC Hamm im Hoeschpark mit 6:1 abfertigte. Überragender Mann war dabei der Ex-Kamener Samir Zulfic, der fünf der sechs TuS-Tore erzielte.

Wenn zwei vermeintliche Meisterschaftsfavoriten, hier Gastgeber Westfalia Wethmar und dort SuS Kaiserau,  aufeinander treffen, dann darf man wohl ein hochklasssiges Match erwarten – war es schließlich auch. Die Zuschauer bekamen Offensivfußball pur geboten und viele Chancen. „Das war eigentlich ein typisches Unentschieden“, resümierte Westfalia-Trainer Simon Erling. Sein Kaiserauer Kollege Marc Woller indes sah sein Team „ingesamt verdient vorne und technisch reifer“. Den Big Point zum 2:1 leitete der eingewechselte Robin Pfahl ein, der über rechts marschierte, Timo Milcarek anspielte und der wiederum weiterleitete auf den Torschützen Marc-Simon Stender. Das 2:1 und der Sieg. Bei der Westfalia haderte man mit der Abschlussschwäche, muss am kommenden Sonntag beim Aufsteiger RW Unna antreten. Kaiserau steht jetzt vor zwei Heimspielen gegen Union Lüdinghausen und RW Unna.

Bild: Nahm mit seinem SuS Kaiserau drei wichtige Punkte mit aus Wethmar – Trainer Marc Woller.

Vom „erwartet schweren Gegner“ sprach Daniel Frieg, Trainer des FC Overberge, der in Lüdinghausen2:1 siegreich war. Den Grundstein zum Sieg legte der FCO in Halbzeit eins, wo das sonst so aggressive Pressing der Union weitgehend wirkungslos blieb und der Overberge durch einen Treffer von Routinier „Sebo“ Placzek verdient vorne lag. Samet Ayyildiz erhöhte kurz nach der Pause auf 2:0. Das weckte die Hausherren, die Druck entwickelten und zu Chancen kamen. Bis auf eine vereitelte der starke Dominik Kloß alle. Für Daniel Frieg war es am Ende ein verdienter Sieg, er sah seine Mannschaft „einen Tacken reifer“.

Aufsteiger RW Unna verspielte den Dreier beim FC Nordkirchen erst in der dritten Minute der Nachspielzeit, als die Gäste beim Stande von 1:2 zu ungestüm nach vorne stürmten, statt Ballkontrolle auszuüben. RWU verlor den Ball und konnte den folgenden Gegenangriff nur per Foul stoppen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Fricke zum 2:2-Endstand. Zuvor hatte Unna über weite Strecken stark gespielt und durch Tore von Goalgetter Björn Scharfe (7.) und Leon Lukas (52.) nicht unverdient mit 2:0 geführt. „Ein 2:2 hätte ich vorher unterschrieben, denn uns fehlten fünf Stammspieler. Das rief in mir ein unruhiges Gefühl hervor, das sich zum Glück zum Ende beruhigte. Allerdings ist das späte 2:2 ein bisschen ärgerlich. Wir haben jedoch gezeigt, dass wir ein unangenehmer Gegner sein können“, resümierte RWU-Linienchef Emre Aktas. Den Punktr musste RWU allerdsing teuer bezahlen, denn der hochgeschriebene A-Junior Dustin Rebbert muste verletzt ausscheiden. Schlimme Diagnose:  Riss des vorderen Kreuzbandes. ER fällt lange aus.

Nicht über ein 2:2 beim VfL Kamen hinaus kam die in der vergangenen Rückrunde bärenstarke Viktoria Kirchderne. Und der eine Zähler war sogar noch ein wenig schmeichelhaft für den Gast, denn bis auf die Anfangsphase war der VfL im Jahnstadion die stärkere Elf. So schaffte es Lindner zweimal verdient einen Rückstand auszugleichen (27., 77.). Weitere beste Chancen, die vor allem Markwald hatte, konnte Kamen nicht nutzen. „Unter dem Strich waren das zwei verlorene Punkte. Die ersten 15 Minuten haben wir zwar verpennt, aber die restlichen 75 Minuten gehörten uns“, sagte VfL-Coach Sascha Siegner. Ihm steht jetzt mit dem verletzten Bastian Gronert ein neuer Assistent zur Seite, nachdem sich der bisherige Amtsinhaber Willi Schlej schon seit drei Wochen nicht mehr blicken ließ.

1:1 endete das Duell am Dortmunder Bummelberg zwischen Aufsteiger SC Dorstfeld und der Reserve des Holzwickeder SC. Dabei konnten nur die Gastgeber wirklich gut mit dem Remis leben. Die HSC-Zweite begann stark, ging durch Ze Mertens früh in Front (14.), verpasste es in der Folge allerdings weitere Tore nachzulegen. Dies sollte sich 13 Minuten vor dem Schlusspfiff rächen, als Holzwickede-Keeper Tim Harbott einen Freistoß nicht festhalten konnte und Peters zum 1:1 abstaubte. „Das Ding hätten wir schon zur Halbzeit für uns entscheiden müssen. Da waren wir besser und hatten ein Chancenplus. Für uns war mehr drin. Insofern bin ich über das Endergebnis etwas enttäuscht“, sagte HSC-Trainer Olaf Pannewig.

Bild: RWU-Torjäger Björn Scharfe markierte in Nordkirchen das 1:0 für den Aufsteiger in Nordkirchen, verpasste dann seinen zweiten Treffer.

Related posts

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*