Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 5. Spieltag

Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 5. Spieltag

Fußball: Der SuS Kaiserau bleibt auf dem Erfolgsweg. Durch ein Elfmeter-Tor von Goalgetter Timo Milcarek gewann Schwarz-Gelb das Derby 1:0 gegen den bisher ungeschlagenen Holzwickeder SC und schluss punktemäßig zu Tabellenführr Hannibal auf. Die Frische fehlte dem VfL im Duell gegen Brambauer. Zwar spielerisch besser musste man sich 0:3 geschlagen geben. FC Overberge schaffte in Dorstfeld mit 2:0 den dritten Saisonsieg und scheint für das Derby am kommenden Sonntag gegen den VfL Kamen gerüstet. Beim 1:9 böse unter die Räder kam RW Unna gegen Kirchderne. Auch nach dem fünften Spieltag der Saison 2017/18 wartet der TuS Westfalia Wethmar weiterhin auf den ersten Sieg und rutschte wieder auf den letzten Tabellenplatz ab.

Endgültig sehr unsanft auf dem Boden der Bezirksliga-Tatsachen angekommen ist RW Unna. Der Aufsteiger kam beim Heim-1:9 gegen Viktoria Kirchderne heftig unter die Räder. Bei der dritten Niederlage in Folge waren die Platzherren zunächst gut im Spiel, hatten selbst einige richtig starke Möglichkeiten. Unter anderem verschoss Drees einen Elfmeter. So lagen die Rot-Weißen zur Pause mit 0:3 eigentlich zu deutlich hinten. Als Kirchderne nach knapp einer Stunde durch Budnjo per Strafstoß auf 0:4 stellte, war endgültig alles gelaufen und Unna ergab sich fortan ziemlich wehrlos, so dass die Dortmunder Vorstädter noch fünf weitere Treffer nachlegen konnten.  „Wir sind arg unter die Räder gekommen“, machte das RWU-Trainer Emre Aktas ratlos. Ein 1:9 hatte sich zunächst nicht so abgezeichnet. Aktas weiter: „Das 0:1 fiel aus dem Nichts. Wir haben uns davon nicht beeindrucken lassen, spielten mit und hatten unsere Chancen. Doch selbst einen Elfer konnten wir nicht verwandeln.“

SuS Kaiserau bleibt ein heißer Titelkandidat, gewann auch das schwierige Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des Holzwickeder SC. Am Ende stand ein knappes 1:0. Den einzigen Treffer des Tages erzielte Torjäger Timo Milcarek per Strafstoß in der 74. Minute, nachdem der Referee ein Handspiel bei Faruk Ünal gesehen hatte. Und hätte HSC-Schlussmann Tim Harbott über 90 Minuten nicht wirklich überragend gehalten, der Sieg für die Schwarz-Gelben wäre wohl noch deutlicher ausgefallen. „Wir hattten wieder einige Chancen, die wir nicht genutzt haben. Ich kann den Jungs da aber auch keinen Vorwurf machen. Die muss man sich ja auch erst einmal erarbeiten“, so ein zufriedener SuS-Coach Mark Woller nach dem Spiel. Ähnlich sah es auch sein Gegenüber Olaf Pannewig: „Kaiserau war uns in allen Belangen überlegen und hat das Spiel auch verdient gewonnen. Das war heute das schlechteste Saisonspiel dieser Saison.“

Der FC Overberge benötigte bei Aufsteiger SC Dorstfeld am Bummelberg eine Halbzeit, um sich einzuspielen, bis schließlich durch einen 2:0-Auswärtserfolg bereits der dritte Saisonsieg eingefahren werden konnte. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung mit Wiederbeginn erzielten Volkan Gül (50.) und Berndt (77.) die beiden Tore. „Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gespielt. Die erste ließ Wünsche offen, die zweite war wesentlich besser. Ich bin in der Halbzeitpause dann auch etwas lauter geworden. Das fruchtete, die Körpersprache wurde besser und wir haben auch die entscheidenden Tore gemacht“, sagte FCO-Linienchef Daniel Frieg. Ihm fehlten einige Leute, sieht sich jedoch gerüstet für das Derby am Sonntag gegen den VfL Kamen.

Durch einen 3:0-Auswärtserfolg beim VfL Kamen im Jahnstadion kletterte der BV Brambauer bis auf Rang drei. Dabei hatten die Gäste mächtig Glück, war doch der VfL über weite Strecken die bessere Elf, machte Druck und kam zu einigen besten Einschussgelegenheiten. Aber Markwald scheiterte selbst vom Elfmeterpunkt. Der kleine BVB zeigte sich in der Chancenauswertung deutlich effizienter und führte deshalb zur Pause mit 0:2. Mit Wiederbeginn mühten sich die Hausherren nach Kräften, noch einmal für eine Wende zu sorgen. Nachdem diese nicht gelungen war, sollte es kurz vor Schluss noch dicker für den VfL kommen, als Bieber zum 0:3-Endstand vollstreckte. „Die ersten beiden Tore waren unglücklich und spiegelten den Spielverlauf nicht wider. Für mich war Brambauer die schwächste Mannschaft, gegen die wir bisher gespielt haben. Dass wir dennoch verloren haben, hatte Gründe. Die kenne ich. Schließlich war die Mannschaft am Abend vorher bei der Hochzeit von Bastian Zustraßen. Da fehlte dann die nötige Frische“, sagte Coach Sascha Siegner.

Bild: Der VfL Marven Hennig sieht sich hier zwei Brambauer Gegenspielern gegenüber.

„Wenn du unten stehst, läuft einfach alles gegen dich. Das mussten wir leider auch am Sonntag erleben.“ Passender hätte  Rolf Nehling, Sportlicher Leiter von Westfalia Wethmar, die 3:4-Niederlage gegen den FC Roj nicht zusammenfassen können, denn Wethmar steht nach einem dramatischen Spiel einmal mehr punktlos da und rutschte wieder auf den letzten Tabellenplatz ab. Nehling weiter: „Unser Spiel war über weite Strecken zu fehlerbehaftet und viele Jungs laufen ihrer Bestform weiterhin deutlich hinterher. Die Mannschaft muss nun schleunigst die Kurve bekommen.“ Möglichst schon am kommenden Sonntag im Kellerduell beim TSC Hamm, wenn die Westfalia als Schlusslicht beim Vorletzten antritt. „Ein brutal wichtiges Spiel. Von dort sollten wir unbedingt Punkte mitnehmen, um nicht noch weiter den Anschluss zu verlieren“, so Nehling abschließend.

Bild: Die 74. Minute im Derby SuS Kaiserau – Holzwickeder II: Timo Milcarek verwandelte den Elfer zum alles entscheidenden 1:0.

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