Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 24. Spieltag

Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 24. Spieltag

Fußball-Bezirksliga:  Am 24. Spieltag schaffte SuS Kaiserau die Überraschung des Tages. Die Schwarz-Gelben blieben auch im zehnten Spiel ungeschlgen und gewannen beim Tabellenzweiten Brambauer mit 3:0. Werne behauptete die Tabellenführung mit einem 3:1-Sieg in Overberge. Erst in der Nachspielzeit sicherte Sven König seinem VfL Kamen mit dem 3:2 den Sieg gegen Schlusslicht Husen/Kurl. Der Holzwickeder SC II zeigte sich gegen Wethmar spielerisch ebenbürtig, besaß aber nicht wie der Gegner die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Gegen seinen ehemaligen Trainer Holger Stemmann fuhr der SV Langschede einen wichtigen Dreier im Kampf um den Klassenerhalt ein. Über Ostern ruht der Ball in der Bezirksliga. Weiter mit dem 25. Spieltag geht es erst am 23. April.

BV Brambauer verlor sein Heimspiel gegen den SuS Kaiserau deutlich mit 0:3. Matchwinner war SuS-Goalgetter Timo Milcarek, der alle drei Treffer erzielte. Der SuS bleibt damit die zweitbeste Rückrundenmannschaft, ist mittlerweile seit zehn Spielen ungeschlagen und verbesserte sich von einem Platz kurz vor der Abstiegszone bis auf Rang fünf. „Ein verdienter Sieg für uns“, befand SuS-Trainer Tom Schulz, „die Mannschaft hat das taktisch gut gelöst. Wir haben stets ein Mittel gefunden gegen die langen Bälle von Brambauer.“ Möglicherweise wird jetzt der ein oder andere Spieler am Gründonnerstag und Ostermontag die eigene Reserve verstärken.

Tabellenerster bleibt der Werner SC, der sein Auswärtsspiel beim letztjährigen Vizemeister FC Overberge mit 3:1 gewann. Nach zuletzt einigen schwächeren Auftritten ließ der WSC im Nachbarschaftsduell vor allem in der zweiten Hälfte einige beste Möglichkeiten aus und wurde dafür zunächst bestraft. Denn nachdem Prinz früh die Führung gelungen war (6.), schaffte Plattfaut in Minute 78 den Ausgleich für Overberge. Mit der Hereinnahme von Joker Durkalic wechselte Werne dann den Sieg ein. Der Torjäger sicherte dem Tabellenführer durch zwei späte Treffer in der 86. Minute und der Nachspielzeit noch die volle Punktzahl. Overberges Co-Trainer Chris Brügmann sprach von einem „hochintensiven Spiel von beiden Seiten. Für den hohen Aufwand, den wir betrieben haben, hätten wir einen Punkt verdient gehabt.“ Er gratulierte gleiuchzeitig Werne: „Wer solche Spiele gewinnt, der wird auch Meister.“ Overberge  muss den Blick noch einmal nach unten richten, denn der Vorsprung beträgt sechs Spieltage vor Schluss nur noch fünf Zähler.

Bild: FCO-Spielertrainer „Sebo“ Placzek versucht sich hier gegen zwei Werner Gegenspieler durchzusetzen.

Schlusslicht SC Husen-Kurl verlor beim VfL Kamen mit 2:3 und ist damit bereits nach dem 24. Spieltag auch rechnerisch endgültig abgestiegen. Trotz der schon vor dem Spiel sportlich aussichtslosen Lage gab sich Husen-Kurl im Jahnstadion nie auf, egalisierte – nachdem Lindner einen Doppelpack geschnürt hatte – einen Zwei-Tore-Rückstand. Weil König in der Nachspielzeit aber noch eine Ecke ins Netz köpfte, kam der VfL doch noch zum Dreier. „Der Sieg ist mehr als glücklich zustande gekommen. Am Ende müssen wir froh sein, die drei Punkte im Jahnstadion behalten zu haben. Es war seit langem das schlechteste Spiel. Wir spielen einfach keinen Fußball mehr“, rätselte VfL-Linienchef Marko Barwig

Bild: Sven König (vorne) hat gerade das 3:2 für seinen VfL erzilt und wurde dafür von seinen Teamkollegen beglückwünscht.

Als neuer Tabellenzweiter geht TuS Westfalia Wethmar in die Pflichtspielpause rund um die Ostertage. „Damit können wir sehr zufrieden sein, zudem kommt die Pause für uns jetzt zum genau richtigen Zeitpunkt“, sagte Wethmars Interimstrainer und Sportlicher Leiter Rolf Nehling. Denn zum einen kostete das Spiel bei hohen Temperaturen am Holzwickeder Haarstrang extrem viel Kraft, bis der 2:0-Sieg perfekt war, zum anderen kassierten mit Paul Mantei und Rafael Felsberg gleich zwei Spieler ihre fünfte gelbe Karte. Die Sperre können beide nun über das spielfreie Osterwochenende absitzen. In den verbleibenden sechs Spielen will Wethmar versuchen, den Rückstand von aktuell vier Punkten auf Werne aufzuholen. Dass sein Team dazu gewillt ist, war in Holzwickede zu sehen.
Um durch das spielfreie Osterwochenende nicht aus dem Rhythmus zu kommen, testet die Westfalia am Dienstag, 18. April, am Cappenberger See gegen Westfalenligist SV Brackel. Ursprünglich wollte man am 12. April spielen. Wegen der traurigen Vorfälle am Dienstag in Dortmund disponierte man anders. . „Nach der Absetzung der Champions-League-Partie und der Neu-Terminierung auf Mittwoch haben sich beide Clubs auf eine Verlegung geeinigt“, erklärte Wethmars Trainer Rolf Nehling am Dienstagabend dazu. Akteure beider Teams haben Tickets für diese Partie.

Trotz der 0:2-Heimniederlage gegen Wethmar brauchen die Spieler des Holzwickeder SC II den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Sie boten den Gästen vor allem im zweiten Spielabschnitt mehr als nur Paroli, scheiterten aber ein ums andere mal am überragenden Ex-Langscheder Keeper Maik Müller. „Wir waren optisch überlegen“, fasste HSC-Co-Trainer Dennis Hense die 90 Minuten zusammen, „im letzten Drittel haben wir zu kompliziert gespielt und nicht die richtigen Entscheidungen getroffen.. Die Kaltschnäuzigkeit fehlte.“  Einmal mehr habe sich aber auch gezeigt, dass die Mannschaft konkurrenzfähig sei, auch ohne Verstärkungen von oben. Ganz „aus dem Schneider“ sieht Hense den HSC noch nicht. Als Tabellenfünfter habe man zwar acht Punkte Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz. „Das ist aber noch kein Ruhekissen.“

Wichtige drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt holte sich der SV Langschede bereits im Freitagabendspiel in Gevelsberg – und das gegen seinen ehemaligen Coach Holger Stemmann. Das war ein besonderer Anreiz für den SVL, was sein Nachfolger Nico Mantovani auch einräumte. Der traf sogar in der 35. Minute zum Tor des Tages. Mantovani bescheinigte seiner Mannschaft vor allem kämpferisch eine starke Leistung. „Einige Spieler gingen angeschlagen ins Spiel, bissen aber die Zähne zusammen und hielten durch. Wir alle waren motiviert und wollten gegen unseren alten Trainer gewinnen.“ Süßsauer gratulierte Holger Stemmann seinem Ex-Club. „Am Ende haben sie das Spiel verdient gewonnen“, seine Worte nach Spielschluss. Hut ab vor deren Leistung, den Sieg haben sie sich regelrecht erarbeitet.“ Vor allem freute er sich über das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Spielern.

Bild: Als zweitbeste Rückrundenmannschaft hat sich der SuS Kaiserau mittlerweile auf Tabellenrang fünf vorgearbeitet

 

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