Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 14. Spieltag

Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 14. Spieltag

Fußball: Der SuS Kaiserau thront jetzt alleine an der Tabellenspitze, profitierte von den Niederlagen von Hannibal und Kirchderne. Die Schwarz-Gelben setzten sich im Kamener Stadtderby etwas glücklich mit 1:0 durch gegen den VfL. Das bisherige Schlusslicht TSC Eintracht Dortmund holte binnen vier Tagen sechs Punkte. Denn die 1:6-Klatsche in einem auf Donnerstag vorgezogenen Spiel bei der zweiten Mannschaft des Holzwickeder SC wurde am grünen Tisch in eine 2:0-Wertung umgewandelt, weil Holzwickede Justin Pfaff nach seiner Gelbsperre in der Westfalenliga-Ersten vor Ablauf der Sperrfrist in der Bezirksliga-Elf eingesetzt hatte.

Die Zweite des Holzwickede SC schoss sich am Sonntag ihren gesamten Frust von der Seele und sorgte mit einem 2:1 dafür, dass mit dem TuS Hannibal auch der zweite Kaiserau-Verfolger ohne Punkte blieb. Dabei legte Hannibal im heimischen Hoeschpark zunächst eine bärenstarke Anfangsphase hin und ging einmal mehr durch Torjäger Samir Zulfic in Führung (11.). Mit zunehmender Spieldauer wurde Holzwickede jedoch immer besser und drehte das Geschehen durch einen Doppelpack von Westfalenliga-Leihgabe Mirco Gohr (55., 63.). In der Schlussphase rettete dann HSC-Schlussmann Tim Harbott mehrfach den Dreier, unter anderem entschärfte er fünf Minuten vor Schluss einen von Zulfic getretenen Foulelfmeter. Nach nur einem Sieg aus den vier letzten Spielen hat Hannibal mittlerweile fünf Punkte Rückstand auf Platz eins. „In der Halbzeit hatte ich der Mannschaft gesagt, Mut zu zeigen. Das hat sie beherzigt, ein gutes Spiel gezeigt. Ein vor allem wegen der Vorgeschichte nicht leichtes Spiel für uns. Ein Riesenrespekt vor der Leistung der Mannschaft. Ich bin mega stolz“, sagte HSC-Trainer Olaf Pannewig nach Spielschluss.

Der SuS Kaiserau gewann das Derby beim VfL Kamen mit 1:0. Joker Henri Böcker entschied ein umkämpftes, emotionales und leidenschaftlich geführtes Spiel in der 83. Minute, als er aus großer Distanz einfach mal abzog und der sonst so starke VfL-Keeper Jens Lassak den Ball durch die Finger rutschen ließ. Ansonsten waren gute Möglichkeiten bis aus einen SuS-Lattentreffer auf beiden Seiten Mangelware. „Ein verdienter Sieg, weil wir das Spiel gemacht haben. Der VfL hat hinten drin gestanden und auf Konter gewartet. Das ist aber auch normal“, das Statement von Kaiserau-Coach Marc Woller. „Bitter dieses Tor. Es ist aber jeden Sonntag so. Wir sind mit dem Gegner, in dem Fall dem Tabellenführer, auf Augenhöhe und verlieren. Wir haben das kämpferisch und taktisch super gemacht“, die Meinung von VfL-Trainer Sascha Siegner zum Spiel.

Bild: Feuer war im Spiel beim Kamener Stadtderby auf und außerhalb des Spielfeldes.

Weiter von den Abstiegsplätzen absetzen konnte sich der ersatzgeschwächte Aufsteiger RW Unna, der das Duell gegen einen direkten Konkurrenten aus dem Tabellenkeller, dem SC Dorstfeld, am Bummelberg mit 5:2 für sich entschied. Deutlich wurde das Resultat erst in der Schlussphase, als Leon Lukas (77.) und Felix Kinder (89.) die Tore zum 2:4 und 2:5 erzielten. Zuvor hatten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch geliefert, bei dem die Rot-Weißen ständig in Führung lagen. Für die Gäste trafen neben Lukas und Kinder auch noch Gehrmann (25.) und Scharfe (35., 56.).

Tabellenschlusslicht jetzt der TSC Hamm, der beim FC Overberge durch ein Last-Minute-Gegentor von Philipp Pötter mit 0:1 verlor. Auch wenn der Siegtreffer für die Bergkamener Vorstädter fast mit der letzten Aktion des Spiels fiel, war dieser verdient, denn Overberge hatte fast über die gesamte Spieldauer deutlich mehr von der Partie. Einzig die schlechte Chancenverwertung verhinderte, dass der FCO schon deutlich früher auf die Siegerstraße einbog. Unter anderem traf Christopher Brügmann gleich zweimal nur Aluminium. „Der erste richtig gute Spielzug im gesamten Spiel führte dann auch zum späten Tor“, freute sich FCO-Trainer Daniel Frieg.

Beinahe wäre der Ausflug ins Münsterland ein echtes Déja-vu geworden: Ähnlich wie in der vergangenen Spielzeit lieferte der TuS Westfalia Wethmar ein richtig gutes Spiel ab und stand bis in die Nachspielzeit mit leeren Händen da. Doch anders als im Vorjahr, als die Partie trotz unzähliger Chancen knapp verloren ging, sorgten Innenverteidiger Pascal Harder und sein „feines Füßchen“ für ein Happy-End zum 2:2-Endstand beim FC Nordkirchen. „Dieser Teilerfolg tut uns unfassbar gut“, meinte Trainer Simon Erling erleichtert. „Eine Niederlage hätte an diesem Nachmittag einfach nicht ins Bild gepasst. Das ist ein Punkt vor allem für die Moral.“

Bild: Der Unglückrabe im Kamener Stadtderby hieß Jens Lassak (Mitte). Der sonst so zuverlässige VfL-Torhüter ließ in der 83. Minute einen haltbaren Ball vom Kaiserauer Henri Böcker passieren. Das war entscheidende Tor des Tages, es führte zum 1:0-Sieg von Schwarz-Gelb.

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